Der Verein

Die Arkade ist ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein mit annähernd 100 Mitgliedern. Der Verein ist seit 1977 im mittleren Schussental tätig. Arkade hilft Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die an einer psychischen Erkrankung leiden oder von einer solchen bedroht sind, den Lebensalltag angemessen zu bewältigen mit dem Ziel einer möglichst umfassenden selbständigen Lebensführung.

Die Geschichte des Vereins

1977
Der Verein Arkade wird von Mitarbeitern des Psychiatrischen Landeskrankenhauses PLK Weissenau gegründet.

1978
Bei der ersten Mitgliederversammlung hat der Verein 86 Mitglieder. In der Wolfegger Straße in Weingarten werden 4 Wohnplätze eingerichtet. Die Betreuung erfolgt ehrenamtlich.

1980
Mit dem Gebäude Uhlandstraße in Baienfurt folgen weitere Wohnplätze. Gerhard Schiele ist der erste bezahlte Mitarbeiter. Er wird in den folgenden zehn Jahren die Weiterentwicklung der Arkade maßgeblich als Geschäftsführer prägen. Das Steckenpferd nimmt als Laden in der Herrenstraße seine Tätigkeit auf.

1981
Start des Reha Baienfurt, einer Einrichtung, die therapeutisches Wohnen für 11 psychisch kranke Menschen anbietet. Ein Team, bestehend aus Pflegerpersonal und Sozialarbeitern ist rund um die Uhr im Einsatz. Erstmalig wird eine Pflegesatzvereinbarung getroffen.

1983
Es erfolgt eine Erweiterung des Angebots mit Wohnheimplätzen für chronisch psychisch Kranke. Es werden Gebäude in der Gartenstraße in Ravensburg angemietet. Im Verein gibt es den ersten Wechsel im Vorstand. Paul-Otto Schmidt-Michel übernimmt den Vorsitz, der Gründungsvorsitzende Manfred Kretschmer ist sein Vertreter.

1985
Die Psychiatrische Familienpflege, heute Betreutes Wohnen in Familien stellt ein lange vergessenes Modell einer anderen Betreuung von chronisch psychisch kranken Menschen vor. Es werden erfolgreich jahrzehntelang hospitalisierte Patienten aus dem Zentrum für Psychiatrie an Familien vermittelt, die für die Betreuungsleistungen Geld und Unterstützung von Fachpersonal erhalten. Inzwischen leben über 70 Menschen in neuen Gastfamilien.

1987
Der Sozialpsychiatrische Dienst (SpDi) wird der fünfte Baustein im Versorgungssystem. Dort werden Beratungs- und Betreuungsleistungen für Menschen erbracht, die nach oder während einer psychiatrischen Behandlung Unterstützung in ihrem persönlichen Umfeld benötigen. Der Verein beschäftigt zu diesem Zeitpunkt bereits über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist Arbeitgeber für Sozialarbeiter, Pflegepersonal, Beschäftigungstherapeuten, Psychologen und Verwaltungsmitarbeiter.

1988
Ab diesem Zeitpunkt werden zahlreiche neue differenzierte Dienstangebote für die ambulante Betreuung eingerichtet: Der Psychosoziale Dienst nimmt seine Tätigkeit auf. Sein Aufgabengebiet ist die Unterstützung psychisch Kranker bei der Berufstätigkeit.

1991
Die Tagesstätte in der Gartenstraße öffnet ihre Pforten und bietet eine Tagesstruktur für die zahlreichen Menschen, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

1992/93
Hubert Kirchner wird Geschäftsführer der Arkade e.V. und Arkade-Pauline 13 gGmbH.

1995
Umwandlung des Reha Baienfurt zu einer Rehabilitationseinrichtung für psychisch Kranke (RPK). Die Krankenkassen zahlen damit erstmalig umfassende Leistungen für junge chronisch kranke Menschen. Die Tagesklinik in Friedrichshafen öffnet ihre Pforten. Die Arkade wird als Gesellschafterin der Arkade-Pauline 13 gGmbH mittelbar zum Krankenhausträger.

1997
Die Tagesstätte erweitert ihr Angebot um eine Kulturwerkstatt in der Ravensburger Reichlestraße. Mit Arbeitsplätzen der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) des ZfP Weissenau wird gemeinsam mit der Arkade die erste Kooperation der beiden Anbieter begründet. JuMeGa® als erste Jugendhilfeeinrichtung der Arkade wird gegründet. Es werden Kinder und Jugendliche, die besonders entwicklungsbeeinträchtigt sind und wenig hoffnungsvolle Prognosen haben, in Gastfamilien vermittelt. Die Arkade e. V. ist jetzt auch Jugendhilfeträger.

1998
Mit der Außenstelle in Kisslegg und deren späterer Umzug nach Wangen wird das Angebot von regelmäßigen Sprechstunden des SpDi in Leutkirch, Isny, und Bad Waldsee komplettiert.

2001
Zusammen mit dem zur Gustav-Werner-Stiftung gehörenden Riesenhof wird ein umfassendes ambulantes Spektrum am Wangener Atzenberg vom SpDi angeboten.

2002
Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) nimmt in der Gartenstraße 3 die Arbeit auf. Es kooperieren Mitarbeiter des ZfP mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Arkade.

2003
Heute arbeiten über 60 Mitarbeiter in den Vereinsbereichen SpDi / Betreutes Wohnen, Familienpflege, RP, und Wohnheime. Es werden regelmäßig über 600 Menschen betreut, Beratung und Kurzkontakte erreichen jährlich noch einmal die gleiche Anzahl. In Neu-Ulm wird eine Außenstelle im Bereich Jugendhilfe gegründet.

2004
Es werden Gemeindepsychiatrische Zentren in Ravensburg und Wangen gegründet. Die Gesellschafter sind Arkade e.V., BruderhausDiakonie und das Zentrum für Psychiatrie Die Weissenau.

2006
In Tuttlingen wird eine Außenstelle im Bereich Jugendhilfe gegründet.

2007
Die Arkade beschäftigt inzwischen 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2008
Neben dem Vorsitzenden Professor Dr. Paul-Otto Schmidt- Michel und dem Stellvertreter Horst Stelzel wird Dr. Raoul Borbé weiterer stellvertretender Vorstand der Arkade.

2010
Der Arkade gelingt es, den Grund und die Gebäude an ihrem Stammsitz in der Gartenstr.3 in Ravensburg zu erwerben.

2013/14
Die Arkade realisiert einen umfassenden Neubau an ihrem zentralen Standort in enger Verbindung mit den ambulanten und integrierten Versorgungsangeboten des ZfP Südwürttemberg.

2014
Im Vorstand gibt es einen Wechsel. Dr. Raoul Borbé wird Vorsitzender, Prof. Dr. Paul-Otto Schmidt-Michel wird Stellvertreter.

Arkade e.V.
Gartenstraße 3, 88212 Ravensburg
T 0751. 3 66 55-0
F 0751. 3 66 55 79
info@arkade-ev.de

Geschäftsführer
Hubert Kirchner
hubert.kirchner@arkade-ev.de

Vorsitzender:
Dr. Raoul Borbé

Eintrag im Vereinsregister
unter Nr. VR 324

Der Verein ist gemeinnützig im Sinne der steuerlichen Vorschriften der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.